Fallschutzmatten verlegen: Mit 7 Tipps kein Problem

Zwar gibt es auch Fallschutzmatten fürs Kinderzimmer oder im Kindergarten, doch in der Regel sind damit Outdoor-Modelle gemeint. Bestimmt haben Sie schon welche auf Spielplätzen und Sportanlagen gesehen. Sie dämpfen den Aufprall und verhindern somit die meisten Verletzungen. Statt einem Knochenbruch gibt es dann nur ein paar Schürfwunden. Doch wie lassen sich Fallschutzmatten richtig verlegen? Wir erklären es.

Fallschutzmatte gestapelt vor dem Verlegen
Unser Ratgeber mit Tipp zum Fallschutzmatten verlegen | © whiteaster – stock.adobe.com

Fallschutzmatten verlegen: Unsere 7 Tipps dafür

  1. Bevor das Verlegen der Fallschutzmatten beginnen kann, ist der Untergrund angemessen vorzubereiten. Er sollte eben und mit einem minimalen Gefälle verdichtet sein. Eine Kiesschicht unter den Matten erleichtert das Verlegen und Ausrichten. Nicht verdichteter und schlecht tragfähiger Boden sackt mit der Zeit ab. Dann beginnt das Verlegen von Neuem.
  2. Die meisten Fallschutzmatten sind keine Leichtgewichte. Zum Verlegen sollten Sie sich ein zweites Paar Hände holen. Das schont den Rücken und beugt Verletzungen vor
  3. Prüfen Sie, ob die Fallschutzmatten an den Seiten kleine Löcher vorgebohrt haben. Diese sind für Verbindungsstück vorgesehen. Das sind schraubenähnliche Stifte aus Kunststoff oder Metall. Einmal eingesetzt, verhindern sie ein Verrutschen der Matten. Falls nicht mitgeliefert, empfehlen wir, diese nachzubestellen. Alternativ gibt es Fallschutzmatten für draußen auch im Puzzle-Format zu kaufen. Dann entfallen die Stifte.
  4. Jetzt kann das Verlegen beginnen. Angefangen wird von einer Ecke der Fläche. Um es einfach zu halten, empfehlen wir quadratische oder rechteckige Felder anzulegen. Von einer Ecke aus beginnend, wird nun eine Reihe komplett gelegt.
  5. In der nächsten Ecke angekommen, muss höchstwahrscheinlich ein Zuschnitt erfolgen. Aufgrund der dicken und robusten Fallschutzmatten, eignet sich hierfür eine Stichsäge am besten. Den Zuschnitt stets vorher ausmessen und gründlich auf der zu schneidenden Matte anzeichnen (bspw. mit einem Kreidestift).
  6. Zwischendurch wird es noch zu Ausschnitten für Stützen und Bodenhülsen geben. Auch hier vorher den Weg für die Stichsäge anzeichnen. Dazu die kürzeste Verbindung von einer Seite wählen und den Ausschnitt nur minimal größer als der des Objekts wählen. Das Verlegen von Fallschutzmatten sollte vor dem Aufbau der Spiel- und Sportgeräte erfolgen!
  7. So wird eine Reihe ringsherum geschlossen, Danach geht es dann im selben Muster immer weiter in die Mitte. Bis dort die letzte Fallschutzmatte gelegt werden kann.

💡 Weiterlesen: Unser Ratgeber für Fallschutzmatten

Das nachfolgende Video zeigt die wichtigsten Schritte zum Verlegen von Fallschutzmatten:

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Was es nach dem Verlegen von Fallschutzmatten zu beachten gilt

Von nun an sind also Kinder und Erwachsene geschützt, sollten sie beim Toben und Sport einmal zu Boden stürzen. 100%ig vor Verletzungen können die Matten zwar nicht schützen, aber sie absorbieren einen Großteil der entstehenden Energie. Doch nach dem Verlegen würden wir die Fallschutzmatten weiterhin im Auge behalten:

  • Das wasserabweisende Material kann dazu führen, dass sich Pfützen bilden. Eine potentielle Gefahrenquelle, da ein Wegrutschen leicht passiert. Nach einem Regen sollten Sie die Matten mit einem Straßenbesen vom Wasser befreien. Ein Nachreiben ist an der frischen Luft nicht notwendig.
  • Stehen die Besen in der Nähe von Bäumen, hilft auch hier ein regelmäßiges Fegen. Während Laubblätter zur Rutschgefahr werden, stacheln Nadelbäume unangenehm in der Haut.
  • Prüfen Sie ein- bis zweimal im Jahr, ob sich die Matten verschoben haben oder Dellen zu erkennen sind. Letzteres bedeutet, dass der Boden unter einer Fallschutzmatte nachgegeben hat. Ein nachträgliches Korrigieren sorgt dafür, dass die Matte ihre schützende Wirkung weiterhin voll entfalten kann.
  • Hin und wieder ist dann auch der Austausch einzelner Matten notwendig. Nämlich dann, wenn sie sich durchgetreten haben und Löcher im Material zu sehen sind.

Worauf Sie verzichten sollten

Das direkte Verlegen auf Rasenboden ist zwar möglich, doch die Freude wird nicht lange währen. Es braucht nur wenige Monate bis Jahre, damit alles krumm und schief liegt. Schuld daran ist die Witterung in Verbindung mit dem nicht tragfähigen Untergrund. Eine Kies- oder Schotterschichte bedeutet mehr Aufwand, erhöht aber die Langlebigkeit des Ergebnisses. Bei größeren Flächen lohnt es sich einen Bagger auszuleihen. Dazu noch eine Rüttelplatte, um das eingebrachte Füllmaterial zu verdichten.

Beim Ausbaggern sollte eine Schnur gespannt und mit der Wasserwaage die Ebenheit (inkl. minimalem Gefälle) überprüft werden. Je genauer Sie bei der Vorbereitung sind, desto optimaler der spätere Fallschutz.

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Dr. Johannes Christoph
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